Raucmelderpflicht: Rauchmelder retten Leben

Die Rauchmelderpflicht für den Privatwohnungsbereich ist für alle 16 Regionen Deutschlands gültig. Landesbauordnungen der entsprechenden Bundesländer regeln sowohl die Fristen als auch die Einrichtung und Wartung von Rauchmeldegeräte.

Die Pflicht zu Rauchmeldern ist für neugebauten Häuser in allen Regionen vorgeschrieben. Anforderungen an den Rauchmelder sind in 14 der 16 Bundesländer auch auf bestehende Gebäude anwendbar. In der Hauptstadt und Bundesland Brandenburg dauert noch die Übergangsfrist für den Bestandsbau bis zum 31. Dezember 2020. Von diesem Datum an werden alle Gebäude in den obengenannten Bundesländer mit Rauchmeldeanlagen ausgerüstet.

In allen deutschen Bundesländern ist der Besitzer des Hauses für die qualifizierte Anbringung von Rauchmeldegeräte nach den landesüblichen Baunormen verantwortlich.

Gemeinschaftsinitiative „Rauchmelder retten Leben“ erschien im Jahr 2000 und wurde vom Brandschutzforum auf den Weg gebracht, um die Opferzahl von Bränden in Deutschland signifikant zu verringern. Etwa siebzig Prozent der Brandverletzten sind von einem Feuer im Bett überrascht. Rauch ist dabei mehr als Feuer selbst gefährlich. Da werden Rauchmelder (auch als Brandmelder bekannt) zum Einsatz kommen. Im Falle eines Brandes warnen Rauchmelder mit einem lärmenden Alarmsignal, wenn ein giftiges Rauchgas in die Messkammer des Rauchmelders gelangt. Dies dauert zwei Minuten nach dem Alarmton, um die Sicherheit der Anwohner zu garantieren.

Wie kann man einen guten Rauchmelder erkennen?

Ein gutes Rauchmeldegerät muss nachfolgende wichtigsten Eigenschaften für den Erwerber eintreffen: Dieser muss Rauch zweifellos identifizieren und mit einem eindeutigen, lautstarken Warnsignal (>80 dB) einen Alarm auslösen. Die Installierung und Bedienung des Gerätes sollten einfach zu beherrschen sein und die Bedienungsanleitung sollte dadurch entsprechend verständlich sein. Darüber hinaus sollte der Warnmelder zumindest zehn Jahre lang funktionieren und ein hohes Schutzniveau gegen Falschalarme gewähren.

Zur Orientierung dient der Rauchmeldertest von dem Stiftung-Warentest. Die Testung von Rauchmeldern ergibt, dass mehrere hochwertigen Rauchmelder im Fachhandel auch preisgünstig sind. Um umsonste Fehlalarme zu vermeiden, muss die Rauchanmeldertechnologie den neuesten Standarten entsprechen. Achten Sie darum bei der Erwerbung eines Rauchmelders auf das Q-Gütezeichen, das am Q-Logo zu erkennen ist. Dies ist auf der Verpackung des Gerätes und auf dem Korpus des Rauchmeldegeräts ersichtlich.

Eine Rauchmeldeanlage mit Q-Merkmal hat nicht nur eine lange Batterielebensdauer des Brandmelders, eine nachgewiesene Haltbarkeit und hohe Stabilität, sondern reduziert auch die Anzahl der Fehlauslösungen des Rauchwarnmelders. Außer dem Stiftung Warentest empfiehlt sie auch die deutsche Freiwillige Landesfeuerwehr.

Rauchwarnmelder mit Q-Kennzeichen sind geprüft und haben eine Lebensdauer von wenigstens zehn Jahren. Dies bezieht sich nicht nur auf die Batterie, sondern auch auf den Warnmelder selbst. Die Batterien werden fest eingelegt und sind nicht zum Abnehmen. Dies spart Kosten, Zeit und Mühen beim Ersatz der Batterie durch langlebige Geräte.

Richtige Anbringung der Rauchmelderanlage: Wo und in welchen Zimmern?

In den Landesbauordnungen sind Informationen darüber enthalten, welche Brandmelder und wo nämlich angebracht werden müssen. Generell sollten Rauchmelder in den Bereichen Schlaf- und Kinderzimmer, sowie Hausflur eingesetzt werden, die als Notfallwege dienen. Mit Ausnahme von Berlin und Brandenburg. Hier legt die Anforderung an den Rauchmelder fest, dass der Rauchmelder auch in den Wohnräumen angemacht werden sollte.

 

Anordnung eines Rauchmelders in einer Privatwohnung

Der Brandmelder ist nur für einen Bereich von 60 m2 Fläche ausreichend und sollte immer mittig an der Zimmerdecke befestigt werden. Für größere Räume und Gestaltungsmerkmale sind die folgenden Hinweise zu beachten:

  • Für L-förmige Raumtypen von mehr als 60 Quadratmetern werden zwei Rauchmelder - einer an jeder Seite - erforderlich.

  • In großen Räumen, die durch Zwischenwände oder großflächige Möbelstücke voneinander abgetrennt sind, ist ein Rauchmelder für jede Sektion notwendig.

  • Die offenen Verbindungen über mehrere Stockwerke hinweg setzt einen Rauchwarnmelder zumindest in der obersten Ebene voraus.

In welchen Wohnräumen werden Rauchmeldegeräte gefordert?

Rauchmelder sind in den einzelnen Schlafzimmern, Kinderzimmern und Korridoren, die als Ausgänge aus den Aufenthaltsräumen dienen, Pflicht (sehe auch Mindestausstattung oder Mindestschutz). Dies bezieht sich auf alle Bundesländer. Je nach Situation gibt es jedoch weitere Anforderungen:

  • Mit Wohnsitz in Berlin oder Brandenburg muss man Rauchwarnmelder in allen Aufenthaltsbereichen exklusive Küche und Badezimmer anbringen. Das bedeutet, dass die Pflicht zur Installation von Rauchmeldern nicht nur für Schlaf-, Kinderzimmer und Flure, sondern auch für den Wohn- und Arbeitsraum gilt.

  • Vor allem in Baden-Württemberg:  Rauchwarnmelder sollte unbedingt dort eingesetzt werden, wo Menschen "wie geplant" schlafen.

  • In der Wohnküche sorgt ein Rauchmelder für mehr Sicherheit, da es in der Regel mehrere Brände in der Küche zu beklagen gibt. Wenn der Rauchdetektor an der Decke jedoch häufig durch eine Verdampfung von Lebensmitteln fehlerhaft ausgelöst wird (in der Umgangssprache auch als Fehlalarm genannt wird), sollte ein Wandrauchmelder angebracht werden.

Egal, wie die Anforderungen an den Rauchmelder in dem Bundesland, wo Sie leben, festgelegt sind: Wir sind der Meinung, dass Rauchmelder im Wohnraum, Spielraum und auch im Büro installiert werden sollten. Weil es nichts mehr ist als Ihre Sicherheit und der Schutz Ihren Geliebten.

Kann ich meine Küche schützen?

Küche, Badezimmer, Wäscherei, Garage, Dachgeschoss, Unterkeller: Dies sind Räume, wo es viel Wasserdampf, Hausstaub oder Abgase gibt oder wie im Dachgeschoss hohe Temperaturen auftreten, die zum Auslösen eines Rauchmelders führen können. Zum Brandschutz Ihrer Küche, Garage und Ihres Kellers ist es empfehlenswert, einen Hitze- oder Wärmemelder zu verwenden. Für Gasheizungsanlagen, Kamine und Öfen werden CO (Kohlenmonoxid) Detektoren in der Regel empfohlen.

Wie kann ich Rauchmelder anmontieren?

Wenn man einen Rauchwarnmelder anbringen möchte, sollte man sehr darauf achten.

Zum Installieren der Rauchmeldegerät gehen Sie wie folgt vor:

  1. Immer nach den Anweisungen des Herstellers.
  2. Ausschließlich an der Decke, denn Rauch steigt immer auf.
  3. Nur in der Deckenmitte oder in einem Abstand von etwa 50 cm zu Wänden, Leuchten oder Dachstuben.
  4. Immer in horizontaler Lage - auch bei geneigten Dächern.
  5. Immer mit Schraubverbindungen und Dübeln oder einer klebrigen Abdeckung, die am Rauchmelder befestigt werden kann.
  6. Die Anlage darf niemals nah zu den Luftschächten oder bei starkem Zug liegen.
  7. Niemals in den Zimmern mit starkem Wasserdampf oder Haushaltsstaub (z.B. Küche oder Badezimmer).
  8. Der Rauchwarnmelder darf niemals von Schränken verhüllt werden.
  9. Niemals lackiert, da sonst nur sehr wenig Rauch durch die Lüftungsöffnungen geratet und das System diesen nicht störungsfrei identifiziert.

 

Funk-Rauchmelder

Gibt der Warnmelder ein Alarmsignal aus, werden alle weiteren Alarme ausgelöst - es ist ein vereinfachtes Funktionsprinzip von Rauchmeldern mit Vernetzungsfunktion. Der große Vorteil besteht darin, dass auch, wenn die Zimmer weit voneinander entfernt sind und die Gefahr entsteht, dass keine Alarme zu hören sind, lösen Rauchmelder mit Funkfunktion dieses Problem. So wird z.B. in Einfamilienhäusern oder Mehrgeschosswohnungen, wenn z.B. das Kinderzimmer weit vom Hauptschlafzimmer entfernt ist, aber beide Räume mit Rauchmeldern ausgestattet sind, der Alarm in jedem der Räume zu hören sein.

Funk-Rauchmelder sind per Funk oder über eine Funkstation miteinander verbunden. Funk-Rauchmelder mit einem zentralen Funkempfänger signalisieren einen Brand in der Anlage und auf dem Meldegerät selbst.

Das Alarm-Netzwerk ermöglicht die gleichzeitige Aktivierung aller angeschlossenen Geräte über ein Radio/Funkmodul. Um den Auslöserdetektor zu lokalisieren, kann die Stummschaltungsfunktion von jedem Rauchdetektor aktiviert werden, wobei nur der Triggerdetektor aktiv bleibt.

Sie können kabellose Rauchmelder nur innerhalb einer Gruppe von Rauchwarnmeldern anschließen. Signalnetzwerkdetektoren sind nur in klar getrennten Zonen eines Hauses sinnvoll - meist in Einfamilienhäusern.

Positive Aspekte

  1. Egal ob der Raum entfernt, ungenutzt oder intensiv genutzt ist - wegen des Funknetzes sind alle Räume genauso gut geschützt und alle Einwohner erhalten im Brandfall umgehend eine Alarmmeldung.

  2. Wenn der Kinderraum in Flammen aufgeht, sind die Kinder oft im Versteck, anstatt nach Hilfe zu rufen. Schlaf- und Wohnraumrauchmelder alarmieren die Eltern rechtzeitig auf die Gefährdungen.

  3. Keine Kabelführung, keine Verschmutzung

  4. Radio Rauchmelder sind sofort funktionsbereit. So können beispielsweise andere Gefahrenmelder einfach in das Funknetz integriert werden, beispielsweise CO-, Wärme- oder Wassermelder

Was muss man tun, wenn es ein Feuer gibt?

Wenn der Rauchmelder einen Alarm auslöst, verbleiben zum Schutz von sich selbst und anderen in der Regel nur noch 120 Sekunden.

 

Brände sind eine schreckliche Erfahrung. Es ist problematisch, sich zu beruhigen. Sie sollten immer versuchen, sich um wichtige Dinge zu kümmern:

 

  1. Finden Sie Ihren Schlüssel und Ihr Handy: Ihr Handy und der Schlüssel Ihrer Wohnung sollten immer greifbar oder auffindbar sein.
  2. Schließen Sie die Türen: Schließen Sie so viele Zimmer- und Wohnungstüren wie möglich hinter sich.
  3. Laufen Sie niemals eine rauchende Treppe hinunter: Wenn die Treppe bereits rauchig ist, vergessen Sie bitte nicht, in der Wohnung zu bleiben.
  4. Sobald Sie draußen und sicher sind, rufen Sie die Feuerwehr unter der Nummer 112 an.
  5. Warnen Sie Ihre Nachbarn vor einem Brand, z.B. durch die Verwendung einer Gegensprechanlage. Gehen Sie nicht zurück in das brennende Haus!

 

Hoffentlich brauchen Sie diese Schritte nie in Ihrem Leben machen.

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